Rückschlag für die mögliche Rückkehr des Knaack-Clubs
In einer Schriftlichen Anfrage habe ich den Senat zum aktuellen Stand einer möglichen Wiedereröffnung des Knaack-Clubs befragt. Der Tagesspiegel berichtete über den Stand des Projekts.
Der Knaack-Club war über Jahrzehnte ein wichtiger Teil der Berliner Club- und Kulturgeschichte in Prenzlauer Berg. Eine Rückkehr an den Mauerpark wäre deshalb ein starkes Signal für die Berliner Clubkultur. Umso wichtiger ist, dass es dafür eine belastbare planungs- und baurechtliche Grundlage gibt.
Die Antwort des Senats fällt jedoch ernüchternd aus. Die Verhandlungen über den Erbbaurechtsvertrag ruhen derzeit. Grund ist, dass der vom Vorhabenträger beantragte Bauvorbescheid nicht positiv beschieden wurde. Eine verlässliche Prognose für eine mögliche Wiedereröffnung gibt es damit aktuell nicht. Nach der Berichterstattung des Tagesspiegels spielen dabei insbesondere fehlende Unterlagen und offene Fragen zum Lärmschutz eine zentrale Rolle.
Für mich ist klar: Die Idee einer Rückkehr des Knaack-Clubs bleibt interessant und unterstützenswert. Sie darf aber nicht dauerhaft in ungeklärten Verfahren hängen bleiben. Bezirk und Vorhabenträger müssen jetzt transparent klären, welche Voraussetzungen für Baurecht, Lärmschutz und Betreiberkonzept erforderlich sind. Nur so kann aus der Idee wieder ein realistischer Plan werden.
Die vollständige Antwort auf meine Anfrage ist unter der Drucksachennummer 19/27102 in der Parlamentsdokumentation veröffentlicht.
Quelle: „Bezirk verweigert Genehmigung für Knaack-Neubau: Steht die geplante Großdisko am Berliner Mauerpark vor dem endgültigen Aus?“, Tagesspiegel, 07.10.2026, online.