Neue Erkenntnisse zur Erneuerung der Schönhauser Allee-Brücke
Auf meine Schriftliche Anfrage hat der Senat weitere wichtige Details zum geplanten Ersatzneubau der Schönhauser Allee-Brücke berichtet.
Demnach sollen die eigentlichen Abrissarbeiten erst im Jahr 2028 beginnen. Gleichzeitig bestätigt der Senat dass die Straßenbahnlinie M1 nach aktuellem Planungsstand für rund vier Jahre unterbrochen wird. Wie der notwendige Schienenersatzverkehr konkret aussehen soll ist bislang noch nicht geklärt. Darüber hinaus räumt der Senat ein dass während der Bauzeit zeitweise auch Sperrungen von S-Bahn und U-Bahn erforderlich sein werden. Für den motorisierten Verkehr ist während der Bauarbeiten lediglich ein Fahrstreifen je Richtung vorgesehen. Erstmals wurden zudem die Gründe für die gestiegenen Projektkosten benannt. Hauptursache sind zusätzliche Anforderungen an Gleis- Oberleitungs- und Kabelanlagen im Bahnbereich. Auch wird das Projekt u.a. aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes finanziert, was unseren Berliner Haushalt entlasten kann. Weitere neue Informationen betreffen den geplanten Fußgängertunnel der erst zwischen 2030 und 2032 errichtet werden soll. Positiv ist dass der Senat mögliche Entschädigungen für betroffene Gewerbetreibende nun prüfen wird. Die Antworten zeigen dass eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu den weiteren Entwicklungen - insbesondere bei den Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr den Individualverkehr sowie die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort.
Die vollständige Antwort auf meine Anfrage ist als Drucksache 19 / 26 001 veröffentlicht (link).
„Planänderung für Großprojekt in Berlin: Jetzt steht der Abriss-Beginn für die Schönhauser-Allee-Brücke fest“, Tagesspiegel, 03.06.2026, online
„Baustelle Schönhauser Allee: Neuer Zeitplan für den Abriss der wichtigen Brücke“, Berliner Kurier, 04.06.2026, online